Sonntag, 21. Februar 2010

Die Bibel - Der leere Thron


Es gibt sehr viele Menschen, für die die Bibel DAS Buch der Bücher. Sie nehmen die Schriften der Bibel Wort für Wort tatsächlich wörtlich.

Interessante archäoligische Erkenntnisse über die Texte in der Bibel finden sich logisch nachvollziehbar in dem Magazin SPIEGEL:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25990839.html

Mittwoch, 10. Februar 2010

Ein Buch schreiben ??? Nööö! Erst mal nicht!


Ich wurde schon sehr oft - auch von öffentlicher Seite - gefragt, warum ich bei meinem magischen Wissen um das Hexentum noch kein Buch veröffentlich habe.

Sollte ich mal ganz schnell und ganz viel Geld brauchen, schreibe ich ein magisches Buch! Ganz sicher!

Ich habe bereits zahlose Informationen aus dem magischen Bereich des Hexentums unentgeltlich für mich langjährig in der Hexenzeitung ESBAT veröffentlicht, wie auch in anderen Print-Magazinen und Online-Geschichten! Wer´s nötig hat, soll das halt anders tun!

Da ich noch immer dabei das Copyright behalten habe, ist es eigentlich kein Problem für mich, daraus ein Buch zu machen. Genügend andere Ideen habe ich dennoch.

Ich schrieb seit meinem 16. Lebensjahr verschiedenste Geschichten und Kollumnen, die auch alle veröffentlicht wurden (nachweislich u.a. in STERN, QUICK (ja, die gab´s auch mal wie die BUNTE), BUNTE...) - also seit über 30 Jahren! Damals war ich jung und brauchte das Geld ... Waren schon ein paar tausend D-Mark je Geschichte ... Schon damals in jungen Jahren ordnungsgemäß abgerechet!

Bisher hatte ich es eben finanziell nicht nötig (!!!), meine magischen Gedanken in Buchform (oder als Paperback) zu veröffentlichen (bisher alles Magische oder über das Hexentum vor mir gratis!), um daraus Geld zu machen. Aber jedem eben das Seine. Wer halt dringend Geld braucht ... Das zeigt auch vieles auf, finde ich!

Sog. "magische Hexenbücher" gibt es ja bereits wie Sand am Meer: Kerzenmagie... (Hexe Sandra und andere namhafte Hexen) magische Rituale (Hexe Sandra und wenige namhafte Hexen) ... über die Große Göttin und alles drum herum ... (zum tausendsten Male - Hexen, die sich für solche halten) magische (Hexen)Feiertage ... hexische Gottheiten ... magische Sternenzeiten ... Mondzeiten ... magische Sprüche ... Geheimnisse der Liebesmagie ... "Geheimnisse" des Hexentums (wahre Geheimnisse bleiben immer in einem geheimen Kreis, nur einer großflächigen Veröffentlichung ist das Geheme weg!) ... Küchenmagie ... magische Öle ... Räuchermischungen selbst herstellen ... Oh je !!!

Da wird einem wahrlich schwindlig bei all dem Geschreibsel. Aber überall fehlen mindestens (!) 40 % vom Fundament!!! Der Rest ist mehrfach durch andere Bücher / Paperbacks mehr als bekannt!

Einige selbsternannte "Hexen" basteln sich ihre eigenen Hexen-Produkte selbst zusammen, die absolut wirkungslos - aber eben medienwirksam - anbieten.

Wenn den (angeblich sooo) magischen Leutchen so gar nix mehr einfällt, werden eben alle hexischen Gottheiten (zum x-1000-sten-mal) erklärt - ebenso deren Feiertage. Wie langweilig! Ein guter" Füllstoff für Bücher und Paperbacks, mehr nicht! ;-) * gäääähn *

Der Markt ist mehr als übersättigt und kaum jemand will das mehr lesen! Es sei denn Teenie-Anfängerinnen. Eingeschworene Hexen begeistert das erst recht nicht - die machen sowieso alles besser selbst! Da wird gemischt und probiert, wie es auch die Hexen alter Zeiten taten. Sie gehen ihren Weg intuitiv, brauchen weder Anleitungen zu Ritualen noch zum Kartenlegen. Sie sind eben intuitiv!

Es nervt einfach nur noch mit Paperbacks und sog. "magischen Hexenbüchern", die selten ernst zu nehmen sind! Dabei ist doch vieles eigene Phantasie und hat dem Geist der Hexerei und dem Hexentum recht wenig zu tun.

Vielleicht wäre es auch nicht schlecht, das Script einem seriösen Verlag zu übergeben! Ein seriöser Verlag würde erst einmal Korrektur lesen lassen - und damit die gröbsten Rechtschreibfehler aussen vor lassen. ;-) Leider geschieht das nicht in allen Fällen. Als Autor ist man das einfach seiner Leserschaft schuldig.

Nicht alles, was bei "Amazon.de" und Co. angeboten wird, muss auch zwangsläufig qualitativ hochwertig sein.

Wirklich gute Hexen sind rar! Und das können / müssen aber nicht unbedingt jene sein, die (Taschen)Bücher über das Hexentum und die Magie schreiben!

Fröhliche Grüße, Maran

;-)

Montag, 4. Januar 2010

Das PENDEL


Der Umgang mit einem Pendel ist denkbar einfach. Jeder kann ES lernen! Direkt zu Beginn sei gesagt, dass keine Geister das Pendel berühren oder unsere Hand führen. WIR SELBST bringen das Pendel in Schwingungen. Durch leichteste Muskelbewegungen. Das Pendel ist ein Medium unseres Unbewussten, das allwissend ist und uns magisch arbeiten lässt. Durch die Konzentration auf das Pendel haben wir Zugang zu unserem inneren Selbst, das bereits alle Antworten kennt. Das logische Denken hat in diesen Momenten so gar keine Kontrolle über uns. Und das ist genau der Punkt!

Manchmal nutze ich mein Pendel nicht zur Beantwortung von Fragen, sondern nehme es als Konzentrationshilfe, Unterstützung für eine leichte Trance. Z.B. pendle ich über einem Foto. Nach wenigen Sekunden habe ich das Gefühl, die Person auf den Bild intensiv zu kennen, spüre seine/ihre Gedanken und die Wesenszüge. Bei Parterfragen nutze ich gern die Möglichkeit, in Kombination mit den Karten oder anderen Dingen.

Wir können mit einem Pendel z.B. in die Zukunft schauen, Wasseradern aufspüren, Erdstrahlenlinien auffinden, die Bekömmlichkeit von Speisen beurteilen uvm.

Was ist ein Pendel: Ein Pendel ist ein Gegenstand, der frei an einem Faden, oder an einer Kette hängt. Fast jeder kleinere Gegenstand eignet sich dazu. Binde z.B. einen Ring an einen Faden und du hast dein erstes Pendel gebaut.

Natürlich kannst du dir auch ein Pendel im Geschäft kaufen. Hier werden verschiedene Materialien angeboten. Für den Anfänger eignet sich ein Pendel aus Messig sehr gut. Messing reagiert auf unsere Körperimpulse sehr intensiv, aber das soll nur ein Vorschlag von mir sein. Vielleicht gefällt dir ein Bergkristall an einem Faden viel besser!? Wie gesagt, alles ist verwendbar. Ich persönlich mag Pendel aus Bergkristall, denn sie reagieren sofort auf leichteste Schwingungen.

Der Faden, oder die Kette des Pendels sollte eine Länge von ca. 15-20 cm haben und der Gegenstand am Ende des Fadens / der Kette soll wirklich frei schwingen können.

Wie halte ich mein Pendel: Ich fasse das Ende des Fadens zwischen z.B. Zeigefinger und Daumen, so dass der Gegenstand am anderen Ende des Fadens frei hängen kann. Nun stütze ich meinen Ellenbogen auf eine Unterlage, z.B. auf einen Tisch auf. Ich winkele das Handgelenk etwas nach unten, in Richtung Tisch und habe schon die richtige Stellung zum pendeln eingenommen.
Nun geht es los: Um wirklich wahre Ergebnisse, wahre Antworten von meinem Pendel zu bekommen ist es wichtig, daß ich mich frei von inneren Wünschen und Erwartungen mache. Gelingt uns das nicht, wird unser Pendel uns genau DAS sagen, was wir erwarten, was wir uns wünschen zu hören und das wollen wir ja nicht. Wir möchten ja erfahren, was uns noch "unbekannt" ist. Wichtig ist im Übrigen, dass wir nicht so lange pendeln, bis unsere Antworten wunschgemäss ausfallen! Es gibt einfach Tage, da spürt man direkt zu Beginn: heute besser nicht! Das muss man respektieren!

Lass uns nun mit dem Pendel vereinbaren, mit welchen Bewegungen uns das Pendel antworten soll. Dies tun wir in gedanklicher Form. Wir könnten z.B. für die Antwort "JA" eine Pendelbewegung zum Herzen vereinbaren und für die Antwort "NEIN" eine Bewegung von links nach rechts.

Ist das geklärt, können wir unserem Pendel unsere Frage stellen und es wird uns sicherlich antworten. Es wäre gut, wenn wir am Anfang unserem Pendel die Frage stellen: "Liebes Pendel, bist du bereit, mir zu antworten?" Sofort stellen wir fest, wie gut das Pendel drauf ist. An manchen Tagen hat das Pendel lieber seine Ruhe - wie bereits erwähnt. Auch das sollten wir respektieren. Die Frage, die wir dem Pendel stellen sollte gut überlegt sein. Das Pendel muß die Frage klar mit "ja" oder "nein" beantworten.

Zum Schluss: Zum Ende jeder Pendel-Sitzung bedanken wir uns bei unserem Pendel und legen es an einen Ort, wo es geschützt liegt. Nur wir sollten damit pendeln. Es ist nicht üblich, daß wir es anderen Menschen in die Hand geben. Es gehört NUR uns und hat einen innigen Kontakt zu uns. Und nun... viel Erfolg! hat einen innigen Kontakt zu uns. Und nun... viel Erfolg!

Licht und Liebe in allen Dingen, Maran


Copyright by www.Hexer-Maran.com


Dieser Text über DAS PENDEL existiert vom Hexer Maran seit ca. 2000, wurde mehrfach veröffentlicht und wurde von Maran nochmals Anfang 2005 in der Hexenzeitung ESBAT erneut veröffentlicht.

Leider wurde bes. Maran´s Text über "DAS PENDEL" seitdem sehr oft (ungefragt und somit unauthorisiert, was schon allein ein Akt der Hoflichkeit ist - von juristischen Konsequenzen einmal ganz losgelöst) bes. im Internet oft kopiert.

Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt selbst keine Spuren ...

Freitag, 8. Mai 2009

Die Hexensalben


Die Salbe macht den Hexen Mut,
Ein Lumpen ist zum Segeln gut,
Ein gutes Schiff ist jeder Trog,
Der flieget nie, der heut nicht flog.

Faust 1, Walpurgisnacht

Graue Dämpfe und exotische Gerüche entsteigen dem schwarzen Eisenkessel, der über den lodernen Flammen brodelt. Eine ältere Frau, sicher schon Mitte der Vierzig (was für die Zeit schon recht betagt war), in schlichter dunkler Kleidung rührt mit einem fingerdicken Holzstab durch die zähflüssige Brühe. Sie rezitierte dabei ohne Unterlass aus einem dicken ledergebundenen Buch. Von Zeit zu Zeit gab sie dem Sud selten gesehene Kräuter hinzu und getrocknete, undefinierbare Teile von Tier Kadavern.

Die Szene wurde von dem Flackern der Pechfackeln an den kargen Wänden erhellt. Die Kräuterfrau kochte ihre Hexensalbe nach altbewährter Rezeptur. Einige Döschen verkaufte sie, einen Teil behielt sie für sich, um aus dem Schornstein auszufahren. „Zum Schlot hinaus und nirgends an!“, war die Devise, in heutigem Hochdeutsch übersetzt.

Auf zu rauschenden Festen und Hexentreffen. Dabei kam es bei der Bereitung der Salben auf die genaueste Dosierung an, denn eine Idee zu viel zerstossenen Samen vom Bilsenkraut oder etwas zu viel Aconitum oder Belladonna – und man war nicht mehr von dieser Welt. So gar nicht mehr! Fast alle Zusatze waren in höchstem Masse giftig und bewirkten Rauschzustände und das subjektive Gefühl des Fliegens und der Verwandlungen.

So oder ähnlich mag es sich in dem einen oder anderen Hexenhaus zugetragen haben, vor unsäglich langen Zeiten. In der heutigen Zeit tauschen wir gern den gusseisernen Kessel gegen einen Topf aus blinkendem Edelstahl und die offene Feuerstelle zumeist gegen einen Elektroherd mit Ceranfeld und Bratautotomatik. Magie unserer Epoche. Die Damen und Herren zu unseren Zeiten sind mit Mitte der Vierzig noch recht jugendlich, wozu die Lebensumstände, ärztliche Versorgung und die Pflege sehr entscheidend beitragen.

Trotz der heute allgemein üblichen klassischen Medizin orientieren sich vile Mitmenschen immer häufiger an alten Kräuter-Heilmethoden. Selbst Wissenschaftler und Ärzte müssen Zugeständnisse machen. Naturheilverfahren helfen Erkrankten weiter, wo Mikroorganismen mittlerweile resistent gegen Antibiotika werden.

Man erinnert sich häufiger mit Wehmut an die alten Wissensschätze, die mit zahllosen kräuterkundigen Frauen und Männern auf den Scheiterhäufen verbrannt wurden. Einige Informationen und Rezepte haben über die Jahrhunderte hinweg im Verborgenen überdauert. Auch Rezepturen von magischen Flug- und Hexensalben. Und diese haben bis in die heutige Zeit ihre Faszination nicht verloren.

Ich habe von meiner Uroma Aufzeichnungen und mindestens vier verschiedene und ernstzunehmende Rezepte echter Hexensalben. Die einzelnen Bestandteile werde ich hier sicher nicht in genauer Dosierung beschreiben und erklären, um möglichen Selbstversuchen Interessierter vorzubeugen. Die Bestandteile waren (neben wirkungslosen aber unheimlichen Bestandteilen wie Fledermausblut – die armen possierlichen Tierchen...) fast ausnahmslos hochgiftige Zutaten. Die Hexensalben wurden in der Regel an besonders empfindlichen Stellen des Körpers verrieben - wie Stirn, Schläfen, Achselhöhlen, Handflächen, Herzgegend, Leistengegend, Kniekehlen und Fußsohlen. Je nach dem Zweck wählte man die Pflanzen aus: Alraune, Bilsenkraut, Stechapfel, Tollkirsche, Eisenhut u.ä. - ebenso Fliegenpilze, Düngerlinge u.a. Pilze.

Na ja, da wäre also zum Beispiel Aconit, der blaue Eisenhut oder auch Sturmhut. Der / die Hobbygärtner/in unter euch weiss sicher schon, worauf ich hinaus will. Die sehr schön anzusehende Pflanze mit den intensivblauen Glocken wirkt bereits giftig, wenn man mit die Blüten ohne Handschuhe berührt. Es kommt lokal auf der Haut zu Taubheit, später zu Jucken und Brennen. Und das schon bei leichter Berührung. In stärkster Verdünnung werden aus den Inhaltsstoffen der Pflanzen Herzmedikamente und andere Dinge, auch für die Naturheilkunde, hergestellt. Der Verzehr der Wurzel ist absolut tödlich.

Ähnlich verhält sich das mit den weiteren Bestandteilen der Salben: Belladonna, Schwarzes Bilsenkraut und anderes. Auf diese Weise bekam man das subjektive Gefühl der Verwandlung in Tiergestalten oder des Fliegens. Die Welt schien leicht und problemlos.

In der heutigen Zeit gibt es wesentlich gefahrlosere Möglichkeiten sich vom Alltag zu entspannen. Ab und an ein Glässchen Rotwein oder ein Kristallkelch mit perlendem Sekt zu besonderen Anlässen tut es genau so gut. Oder man bringt sich mit einer leichten Selbsthypnose in Trance. Das Leben ist längst nicht mehr so beschwerlich und trist wie zur damaligen Zeit, so dass man flüchten wollte. Vielleicht in Zeiten wie die heutigen, wo selbst weite Strecken problemlos mit PKW oder der Bahn zurück gelegt werden können. Licht ist auf Knopfdruck einfach da. Gemüse müssen wir nicht mühsam ernten, sondern kaufen sie bequem im Laden um die Ecke. Und selbst eisige Aussentemperaturen brauchen wir nicht zu fürchten – dank Zentralheizungen.

Aber die Idee von den Hexensalben hat mich zu anderen Dingen inspiriert. In der Eso-Abteilung einer namhaften grossen Bücherei habe ich bereits vor längerem ein „Meditaions-Balsam“ gefunden. Zu überteuerten Preisen, wie ich finde. Aber ich war neugierig. Das Balsam duftete sehr angenehm, war absolut ungiftig und liess mich wirklich träumen.

Aber, liebe Hexen, Hexer und Interessierte, wie wäre es denn einmal mit eigener Herstellung? Das ist ebenso preiswert wie spannend. Als Basis nehme der geneigte Nutzer eine Mischung aus Bienenwachs Wollfett und Pflanzenöl (sehr erschwinglich aus eurer Lieblings-Apotheke). Oder ihr nutzt, wie meine Oma seinerzeit, reines Schweineschmalz. Nun erhitzt ihr dieses (NUR im Wasserbad!) mit pulverisierten Pflanzen nach eigener Wahl (z.B. Lavendel, getrocknene duftende Rosenblätter usw.), verrührt alles kräftig und lasst es erkalten. In einen schönen Tigel gefüllt kann es zur Entspannung, zum Wohlbefinden oder zur Meditation verwandt werden.

MEIN TIPP: anstelle der getrockneten Pflanzen könnt ihr auch naturreine ätherische Öle (aus der Apothke) zu der noch flüssigen Basis geben. Ylang-Ylang zum Beispiel (auch gemischt mit Cocos, Sandelholz, Bergamotte oder Zimt) ist Erotik pur. Damit haben sich vor allem die Damen so etwas wie ein persönliches Créme-Parfum geschaffen. Was ich euch nicht abnehmen kann und will: das Probieren und Testen der Duftkompositionen. Das haben wir mit den „Ur-Hexen“ noch immer gemein, wenn wir uns nicht ausschliesslich auf fertige Produkte verlassen wollen. Und alles immer schön ins „Buch der Schatten“ schreiben, damit eure kostbaren Rezepturen nicht dem Zufall überlassen bleiben.

Viel Spass beim Bereiten eurer persönlichen Hexensalben wünscht euch MARAN

(C) by www.Hexer-Maran.com

Dieser Text wurde bereits im Jahre 2004 vom Hexer Maran in einer Ausgabe der Hexenzeitung ESBAT veröffentlicht. Wiedergabe - auch wenn nur Auszugsweise - nur mit vorheriger Genehmigung.

Mittwoch, 29. April 2009

Die Walpurgisnacht / Beltane


Irgendwo in deutschen Landen. Edelgard schmückte sich für das Fest der Feste. Sie steckte sich das selbst geflochtene Diadem aus Blüten ins Haar und dekorierte sich mit wunderschönen Steinen, die Edelgard am Wegrand gefunden hatte und die für sie vor Energie nur so sprühten. Es war früher Nachmittag, der 30 April. Ein wunderschöner Tag für ein wundervolles Fest - Walpurgis. In fernen Landen, so sagte man sich, wurde das Fest unter Eingeweihten auch Beltane genannt. Weit weg von hier, auf der grossen Insel, von der man sich erzählte. In dieser Nacht auf den 1. Mai fandet jährlich das traditionelle Fest des wiedererwachenden Frühlings statt, an dem Sonne und Erde eine innige Verbindung eingehen – die heilige Hochzeit des Männlichen und Weiblichen.

Der Treffpunkt für Edelgard und ihre spirituellen Brüder und Schwestern war der Blocksberg. So nannte der Volksmund in dieser Gegend den Hexenberg. Dort oben auf der Kuppe, wo der steinerne Altar in die Ewigkeit gemeisselt schien, fand das heilige Fest statt. Dort trafen sich Edelgard und die anderen Hexen aus dem Umfeld. Viele Kuppen, Anhöhen und Bergspitzen nannte man zu dieser Zeit Blocksberge - wohl abgeleitet vom Bocksberg, wo sich angeblich die Hexen mit dem Bock, dem Tier, vereinigten. Für Edelgard und ihre Freunde und Freundinnen war das aber ein Märchen, eine Sage. Mehr nicht. Edelgard hatte gehört, dass es ganz weit entfernt, im Harz, einen in ihren Kreisen sehr bekannten Blocksberg gab, den Brocken. Der war aber so weit weg, dass sie ihn kaum jemals erreichen würde. Vielleicht doch irgendwann einmal in ihren Leben, das wäre schön.

Es wurde wohl ausgelassen gefeiert, gegessen und getrunken, gelacht und getanzt. Das gehörte immer dazu. Nachdem Edelgard ihr schönstes Gewand angelegt hatte, das leuchtend grüne, welches ihr fast bis an die Knöchel reichte, griff sie nach dem Besen und dem geflochtenen Korb mit den Gastgeschenken. Das Brot im Korb hatte die junge Frau selbst gebacken, der dunkelrote Wein stammte vom alten Bauern Goos, dessen Frau sie wieder gesund gemacht hatte und der Schinken war ein Geschenk vom Dorfschmied für ihre Unterstützung in Liebesdingen. Nun, den Besen nahm sie einfach als Symbol mit, um negative Energien einfach hinfort zu fegen.

Edelgard verliess ihr keines Steinhaus und atmete die würzige Luft ein. Vom nahem Wald her kam eine Brise herüber. Sie hatte nun einige Zeit zu gehen. Im Nachbardorf, durch das sie sowieso hindurch musste, hatte sie sich mit Gertrud und Rüdiger verabredet, die sich ihr anschlossen. Die drei Hexen würden sicher noch vor Einbruch der Dämmerung den Ritualplatz auf dem Blocksberg erreichen.

Liebe Leser, nun sind wir in unsere heutige Zeit zurück gekehrt. So oder ähnlich mag sich manche Vorbereitung dass das heilige Walpurgisfest in längst vergangenen Zeiten abgespielt haben. Man schmückte sich mit edlen Dingen, nahm Gaben zum Essen und Trinken mit und machte sich auf den Weg zum nächsten Hexentanzplatz.

Am Abend vor dem ersten Mai fanden also die grossen Frühlingsfestlichkeiten der Hexen statt. Ihnen entspricht Samhain oder Halloween am entgegengesetzten Pol des Jahres (31. Oktober). In Deutschland ist dieser Abend als Walpurgisnacht bekannt. Der legendärste Versammlungsort der Hexen während dieser Nacht ist der Brocken, der höchste Berg im Harz. Goethe hat dieses wilde Fest im "Faust" detailliert beschrieben.

Man stelle sich vor, dass der Sonnengott, der in der Zwischenzeit von Jul bis Beltane – Walpurgis – zum geschlechtsreifen Jüngling herangewachsen ist, nun wieder die Herrschaft über die Zeit übernimmt. Die Mondgöttin, welche die Fruchtbarkeit symbolisiert, ist zur fruchtbaren Jungfrau herangewachsen. Mann und Frau, männlich und weiblich, sind nun herangereift, um Neues zu schaffen. Die Natur bricht auf, die Sonnenkraft nährt und stärkt. Die Leichtigkeit greift um sich und die Zeit des Mangels und des Sparens ist nun vorbei. Nun beginnt wieder die Zeit, wo wir direkt von der Natur versorgt werden und nicht mehr auf das Eingemachte zurück greifen müssen.

Was jedoch macht Walpurgis – Beltane - für Nichteingeweihte zu unheimlich? Es ist die Zeit der Hexen. Beltane gilt als der höchste Feiertag unter den Hexen. Man traf sich aus allen Teilen des Landes, um ein wildes und ekstatisches Fest zu feiern. Den männlichen und weiblichen Hexen wurde schon immer sehr viel magisches Wissen, ebenso wie Heilkraft und die Kunst des Orakelns zugesprochen. Dadurch waren sie schon immer den Menschen unheimlich.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine wunderschöne Walpurgisnacht, ausgelassen und heiter. Begrüssen wir das Erwachen de Natur in ihrer Schönheit und Vielfaltigkeit.

Euer Hexer MARAN


Die obige Geschichte aus meiner Feder wurde im Jahr 2005 in der Hexenzeitung ESBAT zu Walpurguis veröffentlicht.

(C) www.Hexer-Maran.com

Dienstag, 14. April 2009

Kraftlos? Seelische Verstimmung? Hier sind Tipps dagegen!


Wenn die Power fehlt, so würde ich ein Präparat mit koreanischem (!) Ginseng empfehlen. In der asiatischen Heilkunde ist die Ginseng-Wurzel (gibt es auch in manchen Asia-Supermärkten als kleine Wurzelstückchen zu kaufen … oder die Apotheke hat´s) eine der wichtigsten Heilkräuter. Zur Unterstützung der Seele, des Gesund-Bleibens und für ein langes Leben.

Die Wurzelstücke lassen sich auch gut als Tonikum auf Alkohol aufsetzen. Natürlich nur für Menschen, die kleine Mengen Alkohol zu sich nehmen mögen / dürfen! Übrigens gibt es soetwas auch bereits fertig im Asia-Laden zu kaufen – mit einer dekorativen Ginseng-Wurzel in der Flasche.

Wirksam gegen Depressionen, Lustlosigkeit u. Misstimmung ist "Jasmin, Su Xian Hua " (Jasminum grandflorum). Bitte dazu bei der Apotheke des Vertrauens fragen.
Als Tee oder Gewürz genossen wirkt es besänftigend, beruhigend und entspannend.

http://www.heilkraeuter.de/lexikon/ginseng.htm

Samstag, 4. April 2009

Geister - gibt es sie wirklich ???


Ganz eindeutig: JA !

Nur nicht jeder Mensch ist (leider) sensitiv genug, um sie um sich herum wahzunehmen, es für sich selbst zu zulassen! Vor allem Menschen mit "rein logischer Ausrichtung ihrer Gedankenwelt" tun sich da mehr als schwer: Was nicht sein "kann", das nicht sein darf? Durhgefallen! Es existiert rein mehr, als logisch Nachvollziehbares!

Ich bin vor einiger Zeit mal wieder zu einer Radiosendung - diesmal mit "Skeptikern" - eingeladen worden. Wobei ich eine gesunde Skepsis als völlig okay empfinde.

Das (Miss)Verhältnis war allerdings: der Moderator, "drei (!) Sekeptiker" und (nur!) ich - mit einer anderen Weltanschauung der mystischen Weltsicht - der Hexer. Das Missverhältnis war mir auch noch kurz vor der Senung nicht bekannt. Ich denke, in Anbetracht der "Übermacht" anderer habe ich es mal wieder bravoureus gemeistert (vorsicht, Humor)!

Es ging in der Sendung um´s Begreifen - etwas, was man nicht anfassen oder sehen, kann!

Nach kurzer Zeit sprach ich auch von der Liebe, etwas, was doch nachweislich extistent - aber nicht sichtbar und real zu "bereifen -anzufassen - ist. Liebe kann man nicht sehen, sie ist auch nicht räumlich fassbar! Dennoch existiert sie nachweislich!

Die Skeptiker sollten mir also LIEBE zeigen - und zwar NICHT die Reaktion eines Menschen darauf, sondern die Liebe ansich. Am besten in einem Reagenzglas extrahiert!

Sie schwiegen darauf, begannen urplötzlich ein völlig anderes Thema, was mit dem bisherigen Gespräch nichts zu tun hatte. DIESE Taktik merkte ich mir für das restliche Gespräch !!! Tja, liebe Skeptiker !!!

Dabei ist die rein logische Weltanschauung, ebenso wie die spirituelle Weltanschauung, NUR eine von sehr vielen Gedankenmustern und Lebenseinstellungen. Mehr nicht!

Man muss dazu einfach zwischen Menschen mit rein realistisch-logischer Ausrichtung und Menschen mit spiritueller Ausrichtung unterscheiden. Auch in der Bibel und im Christentum und anderen Glaubensrichtungen sind nur wenige Dinge und Sitautionen logisch-wissenschaftlich erklärbar.

Ebenso wenig, wie die Hexenreligion (Wicca - und vergleichbare Hexen- und Naturreligionen = Polytheismus), die christliche Religion (Monotheismus) und andere.

Das Hexentum ist eine Weltanschaung ... aber auch eine Religion. In den USA ist die Hexenreligion Wicca verbreitet (KEINE Sekte) und die Anhänger nehmen stetig zu.

Die rein logische Ausrichtung von Menschen ist ebenso gültig wie Menschen mit rein spiritueller Ausrichtung. Das eine ist ebenso gut für diese Menschen, wie das andere. Beides ist lebenwert, wie das andere. Kombinieren lässt sich sicher beides definitiv nicht dauerhaft! Die Hexenreligion / Naturreligionen gehennicht von einer eigzigen Gottheit aus, sondern vom Polytheismus - also mehreren Gottheiten. Für die Hexen ist die Große Göttin der Mittelpunkt des Glaubens.

Ich habe Menschen erlebt, die kurz vor ihrem Sterben "umswitchen" wollten. Die Angst vor einem möglichen Nichts war groß. Das klappt so kurzfristig selten. Das braucht mindestens ein halbes Leben lang - als Einstellung dazu. Fürchtet ein (un)gläubiger Christ, im Höllenfeuer zu sterben, so wird er dies auch bis in alle Ewigkeit zu tun, so wird das auch sein. Oder er glaubt statt dessen an einen Himmel, das Paradies. Glaubt ein der Naturreligion Anhängiger nicht an den Teufel und die Hölle (was bei dieser Weltanschauung normal ist), so wird er natürlich auch nicht in eine Hölle kommen.

Die Hölle und der Teufel sind schliesslich rein christliche Erfindungen, um Menschen gefügig zu machen!

Ich habe häufig Geistkontakte, nehme sie aber meist eher spontan wahr. Mal nur aus den Augenwinkeln, als untypischer Duft für die Räumlichkeit oder die Jahreszeit … oder einfach als räumlich vorhandene Wahrnehmung.

Meine Uroma hat mir das mal in ihren Aufzeichnungen erklärt und ich versuche den Sinngehalt in die heutige Sprache zu übertragen.

Für mich sind “Geistwesen” einfach Energiewesen mit eigenem Verhalten und Willen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Geister verstorbener oder aktuell lebender Personen (Astralprojektionen) handelt.

Sie zeigen sich gerne als Begleiter oder in aussergewöhnlichen (Gefahren)Situationen.

Thema “Zwischenwelt”, für deren Begrifflichkeit unsere allseits bekannten drei Dimensionen zur Erklärung nicht ausreichen werden. Warum bestimmte Dinge so sind, wie sie sind, weiss ich oft selbst nicht.

Für die “Geister” (ich sage extra nicht Gespenster" !) Vestorbener ist es einfach, unsere optische Wahrnehmung (eine Art von Telepathie?) zu manipulieren. Energie ist zumeist nicht optisch sichtbar. Elektrizität z.B. nur am “Auftreffpunkt”, ebenso wie Radiowellen.

Deshalb “zeigen” sich Wesenheiten einigen Menschen, anderen eben nicht. Die Geister Verstorbener zeigen sich meist Nahestehenden in der Optik, wie man sie zu Lebzeiten am liebsten gesehen hatte und in Erinenrung hat. Eine Art “Abrufen aus dem Erinnerungsspeicher” der Sichtenden? Vielleicht!

Ebenso verhält es sich mit dem Wärme-Kälte-Empfinden oder anderen Wahrnehmungen (Geruch, Geschmack usw.).

Der menschliche Geist, die Seele, ist eben manipulierbar.

Nicht zu vergessen sind natürlich die durch Gedanken gechaffenen (!) und geladenen Energiewesen, die ggf. nur für eine bestimmte Situation geschaffen wurden und sich eventuell zu einer bestimmten Zeit wieder auflösen. Ähnlich wie die in Gedanken geschaffenen “unsichtbaren Freunde” aus Kindertagen.

Mit dem Unterschied, dass diese Energiewesen nicht nur von dem Erschaffenden wahrgenommen werden können, sondern auch von anderen Menschen. Auch ein Pendel kann da zur Sichtung Hilfen geben.

Sog. “Poltergeister” können auch KEINE realen Energieformen sein, sondern in aussergewöhnlichen emotionalen Situationen von Personen unbewusst erzeugte Psi-Kräfte sein, die den Erzeugern selbst unheimlich werden können – weil sie sich selbst nicht als Auslöser der Ereignisse sehen.

Geistige Grüße, Maran

Samstag, 21. März 2009

Alles Liebe zu OSTARA (21. März)


Ich wünsche allen Hexen, Hexern und Anhängern der Naturreligionen ein wunderschönes OSTARA!

Ostara ist eines der 8 großen Hauptfeste im Jahreskreis der Hexen und Naturreligionen (die Feste zu jedem Vollmond werden ESBAT genannt).

Zu Ostara bringt die Göttin Fruchtbarkeit über das Land, lässt die Ernte reichlich ausfallen.

Das Christentum hat dieses Fest für sich “vereinnahmt” und daraus Ostern (mit flexiblen Daten = 1. Sonntag nach der ersten Vollmond im Frühling) gemacht. Symbol von OSTARA ist der Hase (Rammler) und das Ei als Zeichen der Fruchtbarkeit, neuen Lebens.

Das Fest Ostara ist das Fest der ersten “Tagundnachtgleiche” des Jahres. “Tag und Nacht sind jetzt gleichlang und die Tage werden immer länger. Die Kraft des Sonnengottes beginnt immer mehr zu zunehmen, er wächst nun schneller. An warmen Tage können wir seine Kraft bereits spüren.

Ostara ist ein Fruchtbarkeitsfest, des beginnenden Frühlings, der Winter ist nun endgültig besiegt, das an Imbolc gesegnete Saatgut wird nun zur Aussaat gebracht.

Also ... ein gesegnetes OSTARA euch allen!

Liebe Grüße, Maran

Montag, 23. Februar 2009

Ein Serum für die ewige Jugend ...


… ist leider immer noch nicht gefunden / erfunden. Aber sehr viele Möglichkeiten, dem Alterv körperlich und ebenso optisch ein “Schnippchen zu schlagen”.
Dazu gehören nun einmal viel Bewegung an der frischen Luft. Der Körper braucht nun einmal Sauerstoff, so ist er beschaffen.

Beim Essen muss man natürlich nicht auf kulinarische Genüsse verzichten. Nur sollte man die eben nicht täglich haben, sonst geht ja auch “das Besondere” dabei verloren.
Fleisch muss nun wirklich nicht täglich sein. Und wenn, dann kann man gerne Leckere Gerichte mit Geflügel und Fisch zurück greifen. Fette (bes. tierische Fette) vermeiden, und wenn, dann nur recht dosiert! Sehr gesund ist die mediterrane Küche – mit viel nativem Olivenöl und natürlich Knoblauch.

Nikotin und Alkohol darf natürlich auch mal sein … so lange man das überhaupt mag und es auch seeehr in Grenzen gehalten wird!

Der Genuss soll vorne anstehen, dabei jede Form von Abhängigkeiten vermeiden! Ein halbes Glas Rotwein ist sogar förderlich für die Gesundheit, das zweite ist schon grenzwertig / schlecht. BEsonders, wenn es regelmässig getrunken wird.

Dann noch den Geist mit Auswendiglernen von Texten und anderen Dingen frisch halten. Selbst Demenz kann man vorbeugen.

Das Thema Jungbleiben ist im Prinzip (kurz gerafft): Gesunde Lebensweise mit kleinen genusshaften “Aussschlägen”, viel Bewegung und gesundes Essen. Optisch helfen andere Elemente (weiter unten).

Nun einmal zu den Möglichkeiten, etwas gegen die optische Alterung zu tun:

Öl gegen Augenfalten:

* 10 g Kakaobutter
* 10 g Lanolin
* 50 g Distelöl
* 3 Tropfen Melissen

Dieses Öl, das in der Augenumgebung angewendet wird, strafft die Haut und macht sie geschmeidig.

Man schmilzt die Kakaobutter und das Lanolin im Wasserbad (nie direkt auf die Kochstelle tun!). Sobald alles geschmolzen ist, gibt man das Distelöl dazu und erwärmt auf ca. 60° C.

Jetzt wird die Mischung aus dem Wasserbad herausgenommen und so lange gerührt bis sie kalt ist. Sobald sie handwarm ist, gibt man das Melissenöl dazu.
Haltbarkeit: ca. 6 Monate (dunkel stellen und kühlen).

Eine gute Feuchtigkeits-Créme:

* 1 Teil Lanolin
* 1 Teil Honig
* 1 Teil Mandelöl
* 1 Teil Weißes Wachs
* 2 Teile starker Ringelblumentee

Diese Creme gibt der Haut Feuchtigkeit und macht sie zart und weich.

Man schmilzt im Wasserbad die Mischung aus Lanolin, Honig, Mandelöl und weißem Wachs.
Sobald alles geschmolzen ist, nimmt man das Gefäß aus dem Wasserbad heraus und gibt den Ringelblumentee dazu.

Es wird jetzt solange durchgerührt, bis die Masse abgekühlt und cremig geworden ist.
Die Zutaten gibt´s über gute Apotheken.

Ich habe letztens einen Herren kennengelernt, der mit seinen 97 Jahren noch immer fit (körperlich un seelisch-geistlich) war, was ich sehr beeindruckend fand. Er pflegte sich mit Ölen, was ihn eher wie ein aktiver Sechziger erscheinen liess.
Von Pflegeheimen ist der sicher noch 50 Jahre entfernt (Eigenständigkeit, die ich ihm ganz sicher wünsche).

PS. Aus meiner Sicht beginnt der Alterungsprozess, wenn man heute nicht mehr mitreden kann (möchte).

Meine Tochter und mein Sohn sind stolz auf mich, wenn ich auch die heutige Musik gut finde. Ältere wissen vielleicht, wer ACDC oder Iron Maiden ist / war. Aber bei Nickelback, Linkin´Park (nicht mehr sooo aktiv) oder noch aktuellernen Gruppen und Interpreten streiken sie breits…

Also immer schön aktuell bleiben! Früher war nicht alles besser, nur sieht man das etwas verklärt.

Von nichts kommt nichts. Aber mit ein paar Kräutertricks der Hexen geht´s schon!
;o)

Freitag, 20. Februar 2009

Das Heilkraut Brennessel


Wer kennt sie nicht – Brennesseln. Sie wachsen fast überall auf der Welt. Für viele Gärtner oft genau dort, wo sie scheinbar besser nicht sein sollen. Leider gibt es diese Ansicht. Man schimpft die Brennessel auch “Unkraut”.

Man weiss – meist aus eigener Erfahrung – dass sie bei falscher Berührung sehr unangenehme und juckende Quaddeln auf der Haut erzeugen können. Bei Berührung der frischen Pflanze brechen nämlich die kugelförmigen Spitzen der Brennhaare wie Glas ab, so dass ihr Inhalt (Ameisensäure, biogene Amine und weitere, auch noch nicht bekannte Substanzen) in die Haut freigesetzt wird und das typische Brennen auf der Haut und die Quaddelbildung bewirkt.

Junge Blätter und Triebe besitzen übrigens noch keine Brennhaare, so dass sie als nährstoffreiches Gemüse oder Salat verzehrt werden können.
Von wegen Unkraut!

Dabei ist die Brennessel eine der wichtigsten Heilkräuter überhaupt. Man sollte z.B. jeden Tag eine Tasse Brennesseltee trinken.

In den alten Zeiten war über dieses außergewöhnliche und ebenso leicht verfügbare Heilkraut sinngemäß der Text bekannt …

“Wer Brennessel im Haus hat, braucht keinen Arzt.”

Natürlich gilt das sicher nicht für alle Erkrankungen. Aber für überraschend viele – Zur Vorbeugung macht es sicher Sinn. Viele Schadstoffe, die wir einfach mit der Nahrung aufnehmen, werden durch den Brennesseltee ausgeschwemmt.

Junge Brennesseltriebe werden wegen ihres hohen Vitamingehalts und ihres feinsäuerlichen Geschmacks als Salat und Gemüse (wie Spinat oder Grünkohl zubereitet) geschätzt.

Besondere Verbreitung fanden Brennnesselgerichte in Notzeiten, in denen Blattgemüse wie Spinat oder Gartensalat zugunsten nahrhafterer Pflanzen kaum angebaut wurden, und bei der armen Bevölkerung, da Brennnesseln auf Brachflächen und in lichten Wäldern reichlich gesammelt werden können.

Die jungen Blätter der Brennnessel besitzen übrigens reichlich Vitamin A und C. Zuvor gut abgekocht, ist das Kraut eine gesunde Bereicherung für jeden Salat. Der Geschmack ist sehr angenehm “spinatig”.

Allerdings solltet ihr nicht gerade Brennnesseln verwenden, die ihr neben einer viel befahrenen Straße gesammelt habt (Blei und Schwermetalle durch PKWs usw.)
Um auf den Brennesselgeschmack zu kommen, kann man zum Einstieg im Feinschmeckerladen ein Stück Brennnesselkäse (!) ausprobieren. Aber Vorsicht: Feinschmeckerpreis – weil eine Delikatesse!

Den besten Geschmack haben die ersten, etwa 20 Zentimeter langen Pflanzen im Frühjahr oder bei größeren Pflanzen die noch jungen Triebspitzen.

Der unangenehmen Wirkung der Nesselhaare kann man entgegenwirken, indem man die Triebe in ein Tuch wickelt und stark wringt, sie kurz blanchiert oder ihnen eine kräftige Dusche verabreicht. Ist die Pflanze getrocknet, verliert sie ebenfalls ihre “reizende Wirkung”.

Die üblichen Zubereitungen sind roh als / im (Wild)Salat (wobei die Nesselhaare durch das Vermischen mit der Sauce / dem Dressing zerstört werden) oder blanchiert und wie Spinat verwendet als „Brennnesselspinat“ oder als schmackhafte Brennnesselsuppe.

Früher wurden gelegentlich Butter, Fisch und Fleisch in Brennnesselblätter gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Tatsächlich verhindern die Wirkstoffe der Brennnessel die Vermehrung bestimmter Bakterien (!!!).

Die Brennessel ist auch eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie wahre Wunder, indem sie all die Schlacken und Giftstoffe des Winters aus dem Körper ausspült. Man kann sie als Tee trinken, im Salat, in der Suppe und gekocht wie Spinat essen. Gut gewürzt und zusammen mit anderen Kräutern schmeckt das alles wunderbar und gibt frische Kräfte.

Als Tinktur kann man die Brennessel gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren. Außerdem macht sie sich getrocknet in Nieren-Blasen-Teemischungen sehr gut.
Sie hilft auch gegen Rheumatismus und Gicht, weil sie die Giftstoffe aus dem Körper ausspült.

Besonders mutige Rheumapatienten lassen sich mit der ganzen Pflanze schlagen, um die Reizwirkung des Brennesselgiftes auszunutzen. Besser als jedes ABC-Pflaster! Bei dieser Methode sollte man jedoch vorsichtig sein, weil es auch zu Überreaktionen auf das Brennesselgift kommen kann. Also lieber austesten und mit Bedacht an die Sache heran gehen.

Die Brennesselsamen geben (Mannes)Kraft und wirken auch gut bei Erschöpfungszuständen, Mattheit und Abgeschlagenheit.

Heilwirkungen der Brennessel sind im allgemeinen:

• enthält viel Vitamin C,
• ist blutreinigend,
• blutbildend,
• blutstillend,
• Stoffwechselfördernd,
• hilft bei Harnwegserkrankungen,
• Rheumatismus,
• Gicht,
• ist Haarwuchsfördernd,
• hilft gegen Schuppen,
• hilft bei Frühjahrsmüdigkeit,
• Appetitlosigkeit,
• Verstopfung,
• Durchfall,
• Magenschwäche,
• Nierenschwäche,
• unterstützend bei Diabetes,
• Bluthochdruck,
• Menstruationsbeschwerden und vieles mehr.

Was jetzt natürlich kommen muss: natürlich alles nur vorbeugend / unterstützend. Bei ernsthaften Gesundheitsproblemen muss selbstverständlich der Arzt oder Heilpraktiker der erste Ansprechpartner sein. Aber auch dieser lässt sich so manches mal durch die Unterstützung der Kräuterkunde verblüffen.

Also, besser keine Brennessel unachtsam ausrupfen, weil sie scheinbar nicht in die “geordnete Gartenlandschaft” zu passen scheint. Es ist ein HEILKRAUT aller erster Güte und sollte deshalb auch einen besonderen Platz im Naturgarten haben. Aber den holt sich die Brennessel schon selbst. Nur leider wird sie als Heilkraut meistens verkannt.

Viele Grüße, Maran

Dienstag, 30. Dezember 2008

Die Macht der Puppen


Seit mehr als zwei Stunden ist das rhythmische Schlagen der Trommeln zu vernehmen. Dumpf, hypnotisch. Etwa dreissig dunkelhäutige Menschen in festlicher Kleidung wiegen sich voll in Trance zum Klang der Drums um ein grosses, loderndes Feuer in der Mitte des Geschehens. Die Tanzenden sind geschmückt mit bunten Halsbändern - und überall sind Federn zur Zierde und Ritus.

Die Trommeln werden unermüdlich weiter geschlagen, der Rhythmus wird schneller und schneller, steigert sich. Der oberste Schamane tritt langsam in die Mitte, spricht mit tiefer Stimme eine Formel.

Augenblicklich stoppt der nun schon rasende Trommelschlag und die Tänzer verharren inmitten ihrer Bewegungen, fast wie erstarrt. Es folgt ein blutiges, rituelles Tieropfer, ein Hahn.

Voodoo, Magie und Religion auf Haiti und dem Schwarzen Kontinent. Solche oder ähnliche Szenen kennen wir aus Kinofilmen, dem TV und aus Büchern. Leider wird "Voodoo" dabei nur sehr einseitig dargestellt. Vor allem, weil sich solche Szenarien (wie die vorab geschilderte) hervorragend in Filmen und Büchern vermarkten lassen. Das es beim Voodoo meist um Heilung und Glück geht, wird leider
nicht gleichwertig präsentiert. Nun ja, sicher ist es dann nicht so publikumswirksam.

Viele Mitmenschen denken allein bei dem Wort "Voodoo" sogleich an die berühmten Voodoo-Puppen. Allein der Gedanke daran, was man durch die Magie mit Puppen mit anderen Menschen anstellen kann, lässt schaudern.

Natürlich gibt es Puppenmagie auch in unseren Gegenden seit zahllosen Jahrhunderten. Sie werden aus Stoff genäht, aus Lehm geformt, aus Holz geschnitzt, aus Stroh gebunden oder in Salzteig gebacken.

Liebe Hexen, Hexer und Interessierte, ich möchte euch gern den friedvollen Umgang mit Puppen in der Magie nahe bringen.

Momentan sind mystische Serien im TV wieder mal voll im Trend. Da werden untreue Ehemänner oder bösartige Vorgesetzte mittels der Puppenmagie durch Nadeln gequält, durch Stürze (der Puppen) geschunden phantasievolle viele "Nettigkeiten" mehr. Das muss nun wirklich nicht sein, wie ich euch an einigen Beispielen zeigen möchte.

Bei Magie und den Hexenkünsten arbeiten wir mit symbolhaften Entsprechungen (zu denen neben den Ritualgegenständen und anderes natürlich auch Magiepuppen gehören). Unser magisch arbeitendes Unterbewusstsein setzt die Wünsche in die reale Welt um.
Zahllose positive Beispiele für die Magie mit Puppen gibt es im Bereich der Liebesmagie.

Wie ich bereits mehrfach berichtete, sehe ich mich und mein langjähriges Arbeiten am ehesten in der "grauen" Magie (die ich für mich persönlich ohnehin "farblich" nicht bewerte), da ich (biblisch gesehen) nicht bereit bin, auch noch die andere Wange hin zu halten. Das ist unnötig und führt zu nichts. Aber es gehört in die ganz dunklen Bereiche der Magie, jemanden mit der Puppenmagie in Liebe an sich binden zu wollen, die/der einen vielleicht nicht einmal besonders mag. Schon gar nicht, wenn die Person selbst bereits gebunden ist! Es wird stets gern überhört, dass keine Form der Magie die aufrichtige Liebe des Herzens bringen kann, wenn der ersehnte Partner nicht wenigstens eine gewisse Grundliebe und starke Sympathien entwickelt hat.

Mit Unterstützung von magischen Hilfsmitteln ist es möglich, einem zu schüchternen Gegenüber die Augen zu öffnen oder den geliebten Menschen zurück zu bringen. Falls sich diese Person jedoch innerlich getrennt hat (oder neue Erkenntnisse über sein Leben gewonnen hat),ist jede Form von Liebesmagie nur von kurzer Dauer. Beispiele zu Liebesritualen mit Puppen findet ihr von mir an anderer Stelle.

Aber hier sind einige Beispiele für den lichtvollen, friedvollen Umgang mit der Puppenmagie!

Besorgt euch also zunächst einmal eine Puppe, für die Liebesmagie zwei Puppen. Ihr könnt sie nach eigener Vorstellung nähen, aus selbsthärtender Knetmasse formen oder aus Salzteig backen. Wichtig dabei ist, dass ihr eine sehr konkrete Vorstellung davon habt, WEN die Puppe darstellen soll. Der Vorteil selbst gearbeiteter Puppen besteht darin, dass persönliche Dinge (Haare usw.) von der zu behexenden Person mit eingearbeitet werden können.

Natürlich gibt es auch fertig genähte Puppen in Hexenläden zu kaufen. Für gekaufte wie selbst hergestellte Puppen gilt, dass die/der Ausführende die Person darin wiedererkennen muss. Man kann das Foto der zu bezaubernden Person auf die Puppen kleben, ebenso wie Teile von Kleidungsstücken daran befestigen, auch Haarsträhnen, Stücke Papier mit dem Schriftbild und vieles mehr.

Eine sehr schöne Sache ist es, jemandem durch ein Ritual zu verzeihen, in Liebe loslassen. Es kann sich dabei natürlich auch um Personen handeln, die ihr nicht (mehr) sprechen könnt - oder wollt. Sucht euch dazu eine schöne Kiste oder einen Karton aus, die ihr nach Belieben schmücken könnt. Macht es nicht halbherzig, sondern meditiert bei eurem Tun genau über den Grund des Rituals. Zelebiert
dies ganz nach eigener Vorstellung. Stellt euch nun sehr lebhaft den positiven Effekt für euch selbst vor. Um die Wirkung des Rituals zu unterstreichen, zündet ihr dazu eine Kerze an, die ihr am besten ganz herunterbrennen lasst. Günstig wäre dabei z.B. ein Teelicht.

Ihr richtet nun eure Puppe her, die vertretungsweise für den nicht räumlich anwesenden Menschen steht.

Ihr schildert der "Vertretung" euer Anliegen und eueren Standpunkt. Alsdann bettet ihr die Puppe in den Karton. Natürlich könnt ihr auch persönliche Dinge von euch mit in die Kiste tun, auch Rosenblätter oder ein anderes kleines Geschenk. Packt in jedem Fall die Reste der Kerze mit dazu. Die Kiste wird mit einem roten Seidenband gut verschossen und nicht mehr geöffnet.

Am Tage des nächsten Vollmondes vergrabt ihr euer Päckchen unter einem Baum, der Früchte trägt. Die Jahreszeit spielt dabei allerdings keine sehr grosse Rolle. Nachdem ihr die Kiste mit allen guten Wünschen der Mutter Erde übergeben habt, lasst ihr die Kiste mit der Puppe und den anderen Dingen in Frieden ruhen. IHR dürft sie allerdings nie mehr ausgraben. Schon kurze Zeit nach dem Ritual werdet ihr den
Frieden in euch und um euch herum spüren.

Dieser Text wurde über den Hexer Maran bereits 2005 in der Hexenzeitung ESBAT veröffentlich. Absolutes Copyright by www.Hexer-Maran.com

Samstag, 13. Dezember 2008

Maran im Radio - 21. Dezember, 21 Uhr (Yul-Sendung)


Hallo meine Lieben,

ich war heute gut 3 Stunden im Staudio A zur Aufzeichnung von zwei einstündigen Radiosendungen.

Die erste Sendung befasst sich mit dem Yul-Fest, das ja an dem Tag stattfindet.

Allgemeine Informationen zum Hexenfest Yul findet ihr übrigens auch auf meinen Seiten (www.Hexer-Maran.com), wenn ihr auf die animierte Winterlandschaft klickt.

Da viele von euch nicht im Sendebereich des Radio Mülheim (NRW) wohnen, habe ich etwas für euch.

Die Sendung wird zeitgleich im Internet unter

www.Radio-Muelheim.de

in der Rubrik "Web-Radio" (rechts oben) übertragen. Später werden beide Sendungen auf meinen Seiten auch als Podcast zu finden sein.

Es war auch diesmal ein illustrer Kreis. Außer meiner Person war da auch meine Freundin Luisa (Hexenladen Eldemalu in Duisburg) und Martin Freund (Zauberer, Illusionskünstler und "Sympathisant" des Hexentums).

Lasst euch überraschen.

Liebe Grüße, Maran

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Alltägliche Magie ?


Es gibt im alltäglichen Sprachgebrauch Worte, die genutzt werden, weil sie momentan "chic" sind. Eines dieser Worte ist "Magie" oder "Magic". Da verkauft die Werbeindustrie auch schon mal Kosmetikprodukte für "magische Augenblicke", auch eine Eiscreme oder eine Süßspeise zum selbst Anmischen erhält dann problemlos das Prädikat der Magie. Aber auch Sportlern oder bekannten Köchen unterstellt man magische Hände.

Wie definiert nun eine Enzyklopädie (in diesem Fall WIKIPEDIA) den Begriff?

Zitat: Die Magie (von griechisch μαγεία, mageía aus persisch mgosˇ - der für magische Handlungen zuständige Priester in Zoroastrismus ) bezeichnet den Versuch, das innere und / oder äußere Sein in Übereinstimmung mit dem Willen durch übernatürliche, mystischer und paranormale Mittel zu beeinflussen und zu verändern. Insbesondere bedient sich die Magie psychisch-geistiger Techniken, hat aber bis jetzt keinen Nachweis erbracht, daß sie eine reale Außenwirkung hat und stellt somit ein eher kulturelles bzw. soziales Phänomen dar, das auf metaphysischen Annahmen und Glauben basiert. Magie ist ein Unterfangen, mit Hilfe magsicher Techniken, wozu auch veränderte Bewusstseinszustände gehören (magische Trance / Gnosis; nicht zu verwechseln mit Volltrance, Drogeneinnahme etc) im Einklang mnitr dem Willen Veränderungen herbeizuführen.

Glaube? Aha! Der Glaube an Wunder existiert unbestritten auch in der christlichen Religion. Akzeptiert und wissenschaftlich absolut nicht beweisbar!

Die uns heute bekannte „Naturwissenschaft“ (waren nicht seiner Zeit die neuesten Erkenntnisse der Naturwissenschaft, die Erde sei eine Scheibe?) bezeichnet die behaupteten Wirkweisen der Magie zumeist als Illusion, Selbsttäuschung oder verweist ins Reich der Autosuggestion und der Psychologie. Nun, verstehen wir den Begriff "Psyche" als Seele (wie der Begriff ursprünglich gemeint war), dann ist zumindest beim letzten Begiff nichts einzuwenden.

Wie bei vielen Dingen des Lebens wird der Begriff Magie subjektiv gesehen. Aus meiner Sicht und Erfahrung ist die Magie eine Urkraft, wie etwa das Feuer. Diese Kräfte und Energien lassen sich lenken. Und zwar fast ausschliesslich über das Unterbewusstsein (da ist die Psyche wieder im Grspräch). Ich denke, dass diese Sensitivität und Einfluss über das Unterbewusstsein bei den Menschen teilweise sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Man kann es auch "magische Begabung" nennen. Lernen lässt sich natürlich vieles.

Also sind unsere gesamten magischen Utensilien nicht wirklich magisch (incl. Amuletten, Talismanen, Kerzen, magische Stäbe, Räucherungen usw.), sondern unterstützen unser Unterbewusstsein bei der zielgerichteten Arbeit. Weil wir glauben (oder es in Schriften gelesen haben), dass sich dies oder jenes Produkt besser für bestimmte magische Dinge eignet.

Nun, trotz dieses Wissens bin ich ein Mensch, der gern etwas „Gegenständliches“ zur Arbeit hat, manchmal jedenfalls. Da nehme ich dann eben den magischen Stab (schwarzes, geschnitztes Ebenholz mit einer grossen Kugel aus Bergkristall vorne dran) um einen Schutzkreis (gibt dem Unterbewusstsein wieder das Gefühl von Unangreifbarkeit) zu ziehen. Die gute alte Kristallkugel dient mir zur intensiven Konzentration, auch um innere Bilder aufsteigen zu lassen uvm. Wahrsagekarten dienen mir zur Zunkunftsschau. Gerade in magischen Bereich gibt es kein (!) richtig oder falsch. Es funktioniert einfach - oder eben nicht.

Der menschliche Geist ist zu weitaus mehr Dingen in der Lage, als man sich allgemein vorstellt. Zumindest das muss die aktuelle Naturwissenschaft zugestehen. Dazu gehören auch Telepathie (mit dem Bereich Fernbeeinflussung), Telekinese, Weissagung (vergangene und zukünftige Situationen schauen) und anderes. Mit der Kraft des Unterbewusstseins (man stellt sich also die gewünschte Situation sehr intensiv und lebhaft vor) lassen sich auch Situationen ändern. Der Geist (ist auch Energie) überträgt damit Dinge in die sog. Realität.

Natürlich gibt es da Unterschiede bei der Begabung. Die eine Person hat eine musisches Talent, andere nicht. Der (oder die) Eine ist ein geniales Rechengenie, der Andere tut sich in weitaus längerer Zeit viel schwerer mit rechnerischen Ergebnissen. So ist das im Prinzip auch mit der Magie, der Weisssagung - wie auch in andere Dingen. Alles läuft jedoch immer über das Unterbewusstsein. Erst Dinge die dir (nach deinem persönlichen Geschmack und Empfinden) dienlich sein können, werden dich in deiner Arbeit unterstützen.

Wenn nun also ein magischer Spruch oder eine Affirmation für dich nur Worte ohne jede Vorstellungskraft sind, so wird dies nichts bringen. Wenn du nun beispielsweise die Worte „Sax Pax Tarax“ hörst oder liesst und dir den Sinn dabei sehr bildhaft vorstellen kannst, so werden dir die (für dich logisch nicht nachvollziehbaren) Worte den entsprechenden Erfolg bringen.

Aus dem Grund stellte sich für mich die Frage nicht: Bardon, Crowley und andere ja oder nein... Das waren eben sehr begabte Menschen (wie andere natürlich auch), die ihre Erfahrungen niedergeschrieben haben. Das kann, ebenso wie diverse Schattenbücher, zur persönlichen Anregung dienlich sein – sollte jedoch niemals als Art „Gesetz“ dienen. In den vielfältigen Bereichen der Magie gibt es nun einmal keine "Art Bibel". Ich persönlich mag besonders die Schriften von Cornelius Agrippa von Nettesheim.

Auch das viel gepriesene Gesetz, dass alles Negative dreifach zurück kommt, stimmt natürlich auch nur bedingt.

Wenn du dies Wort für Wort glaubst, so wird dein Unterbewusst sein auch für „deine Bestrafung“ sorgen. Dir werden Missgeschicke passieren. Aber das ist sowieso ein ganz seltsamer Bereich, denn im Grunde gibt es kein „Gut oder Böse“, kein „Richtig oder Falsch“ im Leben. Das liegt immer an der ganz persönlichen Interpretation. Was für die eine Person das absolut Beste ist, kann für einen anderen Jemand das absolut Schlimmste sein. Ich für meinen Teil denke, dass man nur mit lichtvollen und positiven Gedanken an die Magie heran gehen sollte. Das ist der beste Schutz - auch für die eigene Psyche.

Viele magische Momente wünscht euch der Hexer Maran


PS. dieser Artikel von Maran ist im Jahre 2004 in der Hexenzeitung ESBAT abgedruckt worden.

Copyright by www.Hexer-Maran.com

Samstag, 6. Dezember 2008

Bestellungen bei Mona


Das zarte, ebenmässige Gesicht wurde in sanften Wellen von langem, flammendrotem Haar umspielt. Ihre Haut war von gesunder, vornehmer Blässe. Wache, ausdrucksvolle Augen musterten die Umwelt, musterten mich. Die faszinierendsten blaugrünen Augen, die ich je gesehen habe. Irgendwann hatte ich also den Kontakt zu Mona. Von einer Beziehung im klassischem Sinne kann man allerdings nicht direkt sprechen. Mona habe ich, Mann in den besten Jahren, auch in keiner Disco kennengelernt. Und auch in keinem Café. Erschwerend kommt hinzu, ich hatte auch immer eine Lebenspartnerin neben ihr. Welch ein Schuft (!) mag nun die eine oder andere Person irritiert ausrufen.

Kein Problem. Mona ist ein Geistwesen, zumindest nicht real im klassischem Sinne. Vielleicht eine „innere Beraterin“, vielleicht aber auch viel mehr. Unser „Kennenlernen“ liegt nun auch schon einige Jahre zurück, was ich später berichten werde ...

Liebe Hexen, Hexer und Interessierte. Auch diesmal krame ich für euch (für mich natürlich auch!) in meiner Hexenkiste. Ich berichte euch von Geistwesen, Familiaren, dienstbaren Geistern, Schutzengeln, Naturgeistern oder Elfen - dabei Ist es vollkommen egal, ob sie nun aus der Flasche, aus einem magischen Ring oder eurer Vorstellung kommen. Sie werden euch beschützen und euch auch Wünsche erfüllen, und da bin ich mir sehr sicher.

Manchesmal sehe ich Mona vor meinem geistigen Auge und ein anderes Mal spüre ich nur ihre Anwesenheit. Da Mona, Geistführer, Engel und andere Geisterscheinungen feinstoffliche Erscheinungen sind und nicht an materielle Körper gebunden sind, kann man ihre äusserliche Erscheinungsform beliebig visualisieren. Das ist, meiner Erfahrung nach, ohnehin üblich bei Geisterscheinungen. Es gibt nun einmal geistige Wahrnehmungen, die ihr nicht mit dem Auge sehen könnt. Es ist eine innere Kommunikation, die über den Geist geht. Eine Art mentaler Kommunikation! Mona erscheint mir eben als zierliche Frau mit langen roten Haaren und altertümlicher Gewandung. Meist nehme ich Mona aus den Augenwinkeln war. Manchesmal nehme ich ihre Anwesenheit auch nur als starken Rosenduft war – und zwar zu jeder Jahreszeit.

Wenn man Schriften über die Hexen alter Zeiten liest, wird man immer wieder auf Familiare, Geisterscheinungen aus Ringen, Flaschen (im arabischen Raum ist es oft der „Djinn“) und Steinen lesen. Die Familiare konnten auch Haustiere, mit Geistern belegt, sein. Sie haben alle etwas gemeinsam: Im Befehl oder Auftrag der Hexe wurden sie magisch aktiv und führten deren Wünsche aus. Leute wurden behext, Dinge geschaffen, Liebende getrennt oder zueinander geführt, Kranke liess man gesunden und vieles mehr.

Nun, bei Mona ist das auch nicht viel anders. Wenn ich einen Wunsch habe, bestelle ich ihn einfach bei Mona. Jedoch gebe ich ihr keine Befehle, ich bleibe stets ausgesucht höflich und bedanke mich auch beim späteren Eintreffen des Gewünschten. Dabei beginne ich stets mit den Worten: „Liebe Mona, ich bestelle bei dir...“ und ende mit „So sei es!“ Gerade die drei letzten Worte wurden früher an jeden Zauberspruch gehängt, um ihn gewissermassen „scharf“ zu machen – und ins reale Leben zu transferieren. Übrigens ist die Erfolgsquote bei über 90 Prozent. Wenn eine Bestellung einmal nicht „ausgeliefert“ wurde, so hätte dies eine negative Auswirkung auf mich gehabt. In der momentanen Situation hätte ich dies allerdings nicht eingesehen. Begonnen haben bei mir die Bestellungen bei Mona mit Kleinigkeiten, wie spontane Hilfe bei der Parkplatzsuche. Es hat bisher immer funktioniert. Oder der Ausgang einer Situation soll beeinflusst werden. Nach der Lieferung einer Bestellung bedanke ich mich selbstverständlich bei meiner Mona, das ist ja wohl ein Akt der Höflichkeit.

Übrigens mache ich auch nicht vor wahrhaft grossen Brocken halt. Und warum gibt es dann noch Kriege auf der Welt? Nun, ich bin nur ein Hexer unter vielen Hexen und Magiern. In meiner Welt (Umfeld, Familie, Freunde) bin ich etwas Besonderes, für die grosse Welt bin ich ein unscheinbares Nichts. Die grossen Kriege und Leiden dieser Welt können ja nicht einmal die Götter stoppen, dann darf ich es mir erst recht nicht anmassen.

Gut, das es Mona gibt. Sie macht das Leben in vielen Dingen angenehmer.

Kritische Frage:

Sind Geisterscheinungen nur immer absolute Erscheinungen des Geistes - Einbildungen, nicht real? Die Frage muß vielschichtig betrachten. Wären es nun nur Einbildungen, so muß man ebenso krass behaupten, daß viele Propheten und Heilige der Heiligen Schriften - z.B. der Bibel - dann ebenso Phantasien erlegen seien. Dann waren deren Erscheinungen ebenfalls nicht real, nur optische Täuschungen. Z.B. die Verkündungen der Maria durch Engel. Und unser staatliches Weltbild ist (noch) auf das Christentum aufgebaut.

Und in der Bibel wimmelt es nur vom Stimmenhören nicht Anwesender und (Geist)Erscheinungen jeder Art. Alles falsch? Ach was!

Euer Maran



PS. Dieser Artikel von mir wurde 2003 in der Hexenzeitung ESBAT veröffentlicht.

Copyright by www.Hexer-Maran.com

Samstag, 29. November 2008

Es ist Krieg !!!


Es ist Krieg! Leider immer und irgendwo auf der Welt.

Wie erhält man Frieden? Ist irgendwann der Weltfriede möglich?

Ich denke, man muss in sich selbst ruhen, um Frieden geben zu können - und auch Frieden anzunehmen. Frieden findet immer nur im Kleinen statt. Wenn wir Menschen in Krisengebieten auf unsere Weisen unterstützen (z.B. durch eine kleine Spende),so erhalten wir für uns selbst ein Stück persönlichen Frieden.

Der Friede ist aber eine vielschichtige Angelegenheit, die vielleicht am ehesten im Kleinen zu realisieren ist. Wenn wir Menschen inKrisengebieten auf irgendwelche Weisen unterstützenkönnen, so bekommen wir unseren ganz persönlichen Frieden.

Egal ob Hexe oder Schamane, unsere positiven Energien können wir im Detail, im Kleinen umsetzen. Wir sind da ein kleines Sandkörnchen im Getriebe. Die Weltgeschichte können wir jedoch kaum ändern. Zumal auch alle Gottheiten Kriege zulassen. Wir sollten uns nicht über die Götter stellen.

Der christliche Gott hilft ebensowenig wie Buddha, Allah und unsere Gottheiten, sonst liesse auch er nicht Menschen, Alte, Kranke, unschuldige Kinder in Kriegen qualvoll sterben. Mit "Prüfung" kann man das nicht abtun.

Da das Christentum nur an das Paradies und an die Auferstehung der Seele glaubt - nicht an Wiedergeburt - so kann ein kleines geschundenes, gequältes Kind auch in anderen Leben nicht viel falsch gemacht haben.

Göttliche Prüfung - das sollte man einem fünfjährigen Mädchen in Afghanistan erklären, das bei einem Bombenanschlag ein Bein und / oder andere Gliedmassen verloren hat, seine Famile, seine Gesundheit.

Das ist absoluter Unsinn in meinen Augen!

Das ist maximal der schwache Versuch einer Rechfertigung, dass auch der christliche Gott nicht allmächtig ist.

Gottheiten schaffen, lassen einfach nur zu. Auch der christliche Gott.

Gottheiten haben uns Menschen mit besonderem Verstand ausgestattet, oft auch mehr. Sie erwarten, dass wir unsere Gaben einsetzen. Wenn wir uns selbst nicht helfen, so hilft uns keine/r.

Wir Menschen interpretieren das "Thema Kriege" falsch. Damit meine ich, dass ständig rund um die Uhr irgendwo auf der Welt Krieg ist. Endet der eine halbwegs, beginnt der nächste Krieg anderswo auf der Welt. Anderebeten, fühlen sich selig und den Weltfrieden nahen. Nur weil es in der Ecke der Welt gerade friedlich ist.

"Friede auf Erden"ist eine schöner Wunschtraum, der leider nicht zu realisieren ist.

Immer und immer wieder gibt es leider irgendwelche Idioten, die glauben, Machtansprüche an irgendwas zu haben.

Es wäre für mich wunderschön, keine Kriege mehr auf der Welt zu haben. Aber ich sehe auch die Utopie meiner Gedanken ein. Leider.

Denken wir einmalan die Terroranschläge in Bombay. Das ist auch eine Form von Krieg. In dem Falle Glaubenskrieg. Es wird leider Kriege geben, solange sich die Welt dreht. Bis praktisch zur letzten Minute.

Das finde ich traurig. Und wenn die Erde irgendwann aufhört, sich zu drehen (vielleicht in ein paarhunderttausend Jahren, wenn dann noch Menschen existieren) werden die letzten Kriege um Essen, Wasser und Schutz gehen.

Leider steht fest, dass die Sonne so wie wir sie jetzt kennen, nichtewig bestehen bleibt. Sie wird zu einem "roten Riesen", der in feuriger Glut das gesamte Sonnensystem verbrennt, um dann in sich zusammen zu fallen. Vielleicht wird unsere Sonne zu einer Supernova, vielleicht zu einem schwarzen Loch. Spätestens dann wird eskeine Kriege mehr in unserem Sonnensystem geben. Aber ganz sicher auf anderen Sternen. Aber soweit sind wir noch lange nicht.

Was dann in meiner Vorstellung bleibt, ist die Spiritualität aller Wesen,die gelebt haben und jemals leben werden. Auch Tiere haben eine Seele, haben Freunde, Angst, Trauer und Träume. Auch Pflanzen haben nachgewiesener Maßen (mit auf Blättern aufgeklebten Sensoren) ihre Freuden und Ängste. Und das ohne ein Gehirn, zumindest wie wir es uns vorstellen.

Und wovon träumt ein Stein?

Liebe Grüße in Frieden, Maran

Freitag, 28. November 2008

Vampire sind unter uns


Das lange schwarze Haar umspielte in grosszügigen Locken die bleichen Schultern der jungen Frau. Fahles Mondlicht drang durch die geöffneten Fenster und erhellte die gespenstische Szene des altertümlichen Schlafraumes. Sie schien zu schlafen ... und
doch stiller Erwartung zu sein. Aus dem Schatten des geschnitzen Schrankes löste sich eine Gestalt.

Es war eine düstere Erscheinung, ganz in Schwarz gekleidet und in einen fast bodenlangen Umhang gewandet. Der grosse und hagere Mann näherte sich in beinahe unendlicher Langsamkeit dem Bett, auf dem die junge Frau mit bebendem Busen lag. Die Atemzüge wurden rascher und ihr Brustkorb hob und senkte sich in dem eng geschnürten Mieder des bodenlangen Kleides. Das Mondlicht fiel auf das hagere, traurige Gesicht des Mannes in Schwarz. In seinen Augen blitzte es blutrot. Er öffnete seinen Mund, unvermittelt fauchend wie ein Tier, und offenbarte damit zwei überlange spitze Eckzähne. Die Fangzähne gruben sich tief in den schwanenweissen Hals der jungen Schönheit und der weite Umhang des Vampirs breitete sich über die düstere Szene.

Solche oder ähnliche Szenen wurden im Kinoprogramm der Sechziger und Siebziger des zwanzigsten Jahrhunderts gern gesehen. Der bekannte Darsteller des noch bekannteren Blutsaugers der Neuzeit, Dracula, war ein Garant für volle Kinokassen. Es war der angenehme Schauder der Zuschauer, die sie in die Kinositze kauern liess. Der Nervenkitzel, etwas Unheimliches vorgeführt zu bekommen, was es ja gar nicht geben konnte. Oder etwa doch? Die Lebensenergie (Blut) saugende Halbwesen...

Der aus Irland stammende Autor Bram Stoker (1847 - 1912) hat mit seiner Romanfigur des Dracula einen wahren Boom heraufbeschworen. Auch noch viele Jahrzehnte nach seinem Ableben.

Stoker spielte dabei virtuos mit Urängsten des Menschen: Ein Wesen, das die Nacht bevorzugte. Lebend und doch tot. "Es" saugte den Lebenssaft, das Blut, bevorzugt von Menschen, aus. Und das Wesen konnte problemlos sich in eine Fledermaus verwandelt. Auch Fledermäuse (eigentlich sehr possierliche Tierchen) sind Geschöpfe der Nacht und erregten allein deswegen schon die Fantasie des Volkes. Man erinnere sich an die (vermeintlichen) Hexentränke, in denen angeblich immer wieder Teile der nützlichen kleinen Tiere zu finden gewesen sein sollen.

Dracula existierte wirklich. Und es gibt immer noch Vampire.

Nun, Dracula war allerdings zu keiner Zeit ein blutsaugender Vampir. Da wurde eine eine Legende um zeitgenössische Gestalt mit einem ängstigenden Märchen, oder besser einer Legende, in einen Topf geworfen. Dracula war auch kein Graf, wie in Bram Stokers Roman, er war weit mehr.

1890 traf Bram Stoker den ungarischen Professor Arminius Vambéry, der ihm von der Legende des rumänischen Prinzen Vlad Tepes, besser bekannt als Vlad Dracul (Drakula), erzählte. Aus diesem Charakter entwickelte Stoker die Figur des Vampirs Drakula. Er arbeitete 7 Jahre an der Vampirsaga Dracula. Der historische Prinz Vlad Dracul aus Transsylvanien war in der Tat ein grobschlächtiger Mensch und galt als äusserst brutal und blutrünstig. Er liess zu seinen Lebzeiten tausende Menschen bestialisch töten, abschlachten und hatte seine Freude daran. Aber von Vampirismus war da nun wirklich keine Spur.

Oft werden Fledermäuse mit Vampiren in Verbindung gebracht, die sich vom Blut lebender Menschen oder Tiere ernähren. Die in Mexiko und Umgebung ansässige Vampir-Fledermaus hat vier messerscharfe Zähne, mit denen sie tatsächlich das Blut von anderen Tieren, zum Beispiel Pferden, saugt. Dieses teilt sie mit anderen Fledermäusen. Fledermäuse verhungern sehr schnell, darum sind sie auf diese Notnahrung angewiesen. Aber die entnommenen Blutmengen reichen bei weitem nicht aus, um ein Lebewesen zu töten oder ernsthaft zu schädigen.

Unsere einheimischen Fledermäuse, meist kleine possierliche Tierchen, ernähren sich übrigens von Insekten, anderen Kleintieren oder von Früchten. Die Zwergfledermaus kann in einer Minute 300 Mücken verspeisen, was doch wiederum eine recht erfreuliche
Nachricht ist.

Nun, da gibt es wohl doch noch eine Art Vampir. Den Energie-Vampir. Wer einem Energievampir erst einmal begegnet ist, wird wahrscheinlich denken, dass er sich im klaren ist, dass ein solcher Mensch kaum mit einem der legendären Dracula-Vampiren zu vergleichen ist. Natürlich, dies sind doch alles Legenden, Märchen, Geschichten! Und doch sagt man nicht, dass in jeder Sage ein wahrer Kern steckt.

Legt man die Erklärungen der mythologischen Vampire sinnbildlich aus, kann man doch einige Parallelen erkennen: Dass das Blut als bildliche Erklärung in Hinsicht auf die Lebensenergie steht, erklärt sich ja schon von selbst. Sieht man sich dann einen Energievampir an, der nur noch davon lebt, andere nervlich und seelisch zu erschöpfen, stellt man schnell fest, dass diese ganz wie die legendären Vampire kein eigenes Dasein mehr haben, also leblos oder "untot" sind.

Auch der Pflock ins Herz (aus Bram Stokers Roman) kann man als Entzug der Liebe erklären. Mit Liebe kommt man einem Energievampir nämlich absolut nicht bei. Man öffnet sich und somit seine Lebensquellen nur noch mehr, und macht es der Person somit nur noch leichter, einen auszusaugen.

Energie-Vampire sind Wesen (Mensch oder Tier), die einem, wie der Name es schon sagt, Energien rauben. Die mir am bekanntesten Art ist diejenige, die zum Beispiel bei dem kleinsten Problem anruft, uns stundenlang an der Strippe festnagelt und
an unser Mitleid appelliert. Hängt man schliesslich den Hörer ein, ist man total erschöpft und normalerweise auch nicht mehr in bester Stimmung. Normalerweise haben diese dann auch noch einen jammerden Unterton, der einem eh schon den letzten Nerv raubt, wenn man nicht schon instinktiv vor ihnen flüchten möchte. Man fühlt sich in jedem Falle nach dem Kontakt mit Energie-Vampiren erschöpft, ausgepowert, kraftlos.

Aber auch Mobbing ist eine Art des Energievampirismus. Andere Leute werden mit allen Mitteln in Stressituationen getrieben, denn in solchen Fällen ist der Energieverlust am grössten. Auch in Partnerschaften ist desöfteren ein Fall von Vampirismus festzustellen. Was desöfteren so ausgelegt wird, als sei einer der beiden Partner besonders liebesbedürftig, ist nicht selten nur eine Methode um von der Lebensenergie des anderen Partner nähren zu können. In einer Partnerschaft ist ein solches von beiden Seiten zwar normal, aber ist dann der Austausch freiwillig, ein Geben von beiden Seiten also. In diesem Falle findet wieder ein gegenseitiger Austausch (geben und nehmen) der Energien statt, was dann wieder okay ist.

Wie schon erwähnt, kann ein solches Phänomen auch bei Tieren beobachtet werden. Ein Tier schmiegt sich besonders fest an die anderen, welche sich dann normalerweise erheben um fast fluchtartig Abstand zu gewinnen. Kennt man die Art und Weise der
Energieräuber erst einmal, wird man in solchen Fällen schnell misstrauisch und versucht sich zu distanzieren.

Wie schützt man sich also? Man einer wird bei diesem Titel schmunzeln und sagen: "Häng den Hörer ein und schlag die Tür zu, wenn du dich ausgelaugt fühlst", und ja, so falsch ist dieser Tip nicht einmal. Den Kontakt zu solchen Personen, so weit es möglich ist, zu meiden ist schon mal ein guter Anfang. Nur wissen wir auch, dass dies nicht immer helfen kann, da ein Energievampir ja nicht unbedingt in Kontakt treten muss, oder aber im nicht-physischen Bereich trotzdem da sein wird.

Hier gibt es also einige Methoden und Übungen, die man auch regelmässig durchführen kann, welche ein guter Schutz sind, und auch ansonsten die Aura stärken können. Klare Kristalle (Bergkristall, Amethyst, Citonit usw.) helfen, sie zu reinigen. Auch das Visualisieren in Hinsicht auf "Schutzschilder" wie Lichtkreise und Kokons oder schützende Pentagramme können sehr nützlich sein, wenn man plötzlich merkt, dass man energetisch "ausgesaugt" wird. Wer eher mit Gefühl als mit Visualisation arbeitet, kann üben, seine Aura zu verfestigen, sobald er sich eines Angriffes bewusst wird.

Habt also keine Angst vor Vampiren. Die von Bram Stoker heraufbeschworenen Vampire existieren sowieso nur im Buch oder im Film. Und vor allen anderen kann man lernen, sich zu schützen. Auch wenn es die ältere freundlich lächelnde Dame von gegenüber ist...

Übrigens soll Transsylvanien eine wirklich phantastische Landschaften haben. Bekannt sind dort vor allem kulinarischen Köstlichkeiten, zubereitet mit viel Knoblauch. Und dasvielleicht aus gutem Grund?!? Gute Reise.

Euer Maran


Ich habe den Text im Jahr 2004 für die Hexenzeitung ESBAT geschrieben, wo sie auch veröffentlicht wurde.

(C) by www.Hexer-Maran.com

Dienstag, 25. November 2008

Die Magie der Liebe


Bei meinen spirituellen Lebensberatungen (telefonisch oder persönlich) geht es nicht selten um den Wunsch von Partnerzusammenführungen. Oft kommen in diesem Zusammenhang Klagen meiner Klienten über andere Medien wegen horrender Vorauszahlungen (die ich persönlich für unseriös halte) für Partnerzusammenführungen, die letztendlich doch nicht funktionieren!!!

Dazu sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich seit vielen Jahren spirituelle Lebensberatung (auch mit Unterstützung von Karten, dem Pendel und der Kristallschau) mache. Ich habe bereits zahllosen Klienten in verschiedenen Angelegenheiten ihres Lebens helfen können.

Das Honorar für meine magischen und energetischen Unterstützungen setze ich als Spende für Einrichtungen geistig behinderter Menschen aus - d.h. im Erfolgsfalle spendet mein Klient selbst. Eine bestimmte Behinderteneinrichtung empfehle ich ebenfalls nicht.

Ich möchte an dieser Stelle mit einigen falschen Vorstellungen über die Magie aufräumen, die immer wieder zu Missverständnissen zu führen scheinen.

Beginnen wir erst einmal damit, dass keine Magie der Welt kann die aufrichtige Liebe des Herzens bringen kann, wenn sie nicht auf beiden Seiten (!) vorhanden ist. Zumindest eine "Restliebe".

In vielen Beziehungen gibt es Missverständnisse, die oft nach eingehenden Gesprächen zu beseitigen sind. Oder eben nicht. Viele (auch einige meiner) Klienten wollen (können gibt es eigentlich nicht!) sich jedoch nicht damit abfinden, dass sich der Partner trennt. Besonders, wenn es auf der einen Seite als "ideale" Liebesbeziehung empfunden wurde. Nun, niemand trennt sich von "heute auf morgen". Und beim "sich trennenden" Partner ist dann üblicherweise schon lange der Wunsch nach Trennung gereift. Nur geheim gehalten oder nett verpackt.

Natürlich ist es möglich, jemanden mit Magie an sich zu binden. Das klappt jedoch nur für den Bereich der Erotik - nicht für die Liebe des Herzens. Und es hält auch nicht sehr lange! Eine wahre Liebe (er oder sie wird sich schon noch in mich verlieben...) ist dabei Selbstbetrug. Das klappt nur, wenn auf beiden Seiten mehr als Sympathie besteht.

Leider neigen die getrennten Ratsuchenden nicht selten dazu, den Ex-Partner stark zu
entschuldigen (er oder sie kriegt sich schon wieder ein - eigentlich liebt er oder sie mich noch...), die allerdings nichts wirklich bringen.

Jede Form von Zwang widerspricht meiner Lebensphilisophie. Aber ich kann gerne mit meinen Möglichkeiten versuchen, eine Liebe neu zu inspirieren.

Nun mache ich magische Dinge nicht mehr so gern für andere Mitmenschen, weil viele meiner Klienten damit wie selbstverständlich ihre ganze Verantwortung an mich abgegeben wollen (der Hexer Maran macht´s schon für mich). Aber die Selbstverantwortung sollte man niemals abgeben!!!

Und wenn bei einer Kartenlegung eben heraus kommt, dass man lieber alle magischen und sonstigen Aktivitäten lassen sollte, weil es zu nichts führt, sage ich das auch ganz offen. Viele meiner unseriösen Kollegen und Kolleginnen halten damit ihre
Kundschaft (finanziell) bei der Leine, in dem sie goldene Berge und "wirklichen Erfolg" versprechen. Das ist trügerisch! Man wird doch immer weiter verletzt, in dem immer wieder Hoffnung aufkeimt - wo eigentlich gar keine mehr zu finden ist. Dann kann die Seele nicht heilen.

Niemand kann dafür "verhaftet" werden, wenn er (oder sie) die Farbe Rot (als Beispiel) irgendwann nicht mehr gut findet - wie zahllose Jahre zuvor.

Ebenso entwickelt sich auch vielleicht einer der Partner weiter, erhält neue Ideen und Anregungen für sein Leben. Es kann sein, dass der "altgediente" Partner darin keinen Platz mehr findet. Dann halte ich es für wichtig, in Liebe loslassen zu können - auch um sich selbst nicht zu blockieren und frei für neue Eindrücke zu sein! Dabei helfe ich natürlich gern auf verschiedene Weisen..

Liebe lässt sich eben nicht erzwingen - schon gar nicht gegen Bezahlung! Und das ist auch gut so! Bevor irgend jemand den Versuch wagt, eine Partnerrückführung machen zu lassen (am besten noch für viel Geld - oder angeblicher Erfolgsgarantie!!!) VORSICHT! Aber ganz doll!

Natürlich kenne ich solche Sprüche wie "Ich kann ohne sie / ihn nicht leben..." Natürlich, denn er oder sie kann es ja auch ohne euch! Übrigens war ich oft überrascht, welche Antworten ich auf meine Frage bekam: wer ist der wichtigste Mensch in Ihrem Leben? Komisch, die allerwenigsten dachen dabei an SICH SELBST!

Ich wünsche allen Lesern viel Licht und Liebe in allen Dingen - und die
wahre Liebe im Leben. Aber bitte nicht erzwungen. Es geht nichts über die Selbstbestimmung BEIDER Partner!!! Bei Rückfragen stehe
ich natürlich gern zur Verfügung.

Licht und Liebe in allen Dingen, Maran

Sonntag, 23. November 2008

Der Glaube - Fluch oder Segen ?


Der christliche Glaube bricht immer mehr ein, Kirchen werden (bei uns in NRW tatsächlich!) zu Pizzerien um gestaltet, auch zu (nicht unbedingt christlichen)Museen oder zu anderen Dingen. Einige werden auch ganz abgerissen. Diese Gotteshäuser werden von zu wenigen Gläubigen besucht.

Ich kenne eine katholische Kirche in meinem Umfeld (jetzt schon abgerissen), auf deren Platz aktuell ein Supermarkt errichtet wird.

Die Menschen sind von den Kirchen entteuscht. Es gibt zwar Hilfe (die man teuer bezahlen muss = Kirchensteuer und / oder Spenden), aber noch mehr Gebote und vor allem Verbote. Ein Unding, wenn man sich an alles das halten würde.

Also könnte ein Berufssoldat niemals Christ sein, denn im Ernstfalle muss er Menschen töten. Auch alte Menschen, Unbewaffnete, Kinder. Schiessbefehl ist Schiessbefehl.

Hexen leben da eine völlig andere Philosophie. Eine friedliche Philosophie. Ganz ohne Briefbomben (gab es unter den Christen auch in Irland - Glaubenskrieg innerhalb des Christentums - vor nicht allzulanger Zeit) und auch ohne Bekehrungsversuche. Dafür allerdings mit sich und der Natur im Einklang.

Menschen suchen nach Orientierung, nicht nach Zwängen. Der Alte Weg, der Magie und Religion nicht trennt, wird für viele Menschen immer greifbarer. Viele Menschen sind Christen, nicht weil sie an die Bibel glauben, sondern weil sie es von zu Hause vorgelebt bekamen. Es war eben "immer so". Basta! Aber genau das kommt immer mehr auf den Prüfstand der Lebensphilosophie und des Glaubens.

Immer mehr Menschen stellen das "es war immer so" infrage. Ist ein Glaube, der abstraft (wenn du nicht... dann...) der richtige? In Zeiten, wo man sich verschiedenste Meinungen in sekundenschnelle per Internet und andererMedien abrufen kann, funktioniert das einfach nicht mehr mit "es war immer so". Gut, dass es viele Informationsmöglichkeiten gibt und man nicht auf den Dorfpfarrer allein zurückgreifen muss.

Warum sollten wir Hexen / Hexer Suchenden keine religiöse Orientierung geben? Keine ausgeglichene Weltanschauung und Lebensphilosophie? Hexen öffnen sich Menschen, bekehren aber nicht. Sie sind KEINE Sekte, denn sie erheben auch keinen Alleinspruch an ihr Glaubensmodell, wie andere Religionen.

In unserem einzigen Leitsatz “Tue was du willst, aber schade niemandem!” steckt alles darin. Wir brauchen keine 10 oder mehr Gebote, weil dieser eine Satz so ziemlich alles beinhaltet, ohne Zwänge auszuüben!

Und woran glauben nun Hexen? An die Große Göttin, die symbolisch für das Univesum und die Erde steht. Sie gebärt ständig neues Leben. Dieser Gedanke ist mir wesendlich angenehmer, als wenn da ein alter, einsamer "Mann" in einem imaginierten Himmel tront und im Setzkastensystem die Erde und alles darum in sieben Tagen "baut".

Apropos Setzkasten. Die Bibel geht recht wenig aufdie Sterne ein. Schwarze Löcher? Bertretbare Monde und Himmelsgestirne? Der "christliche Himmel" konnte nur existieren, so lange man in den "erhabenen Himmel" schauen konnte. Und sich nicht vorstellen konnte, diesen heiligen Himmel einmal selbst mit Raketen Raumschiffen und Satelliten betreten zu können.

An der Seite der Großen Göttin ist der Gott Karnayna,ihr Gefährte. Er ist Gott des Waldes und der Natur, der Grüne Mann.

Die Gottheiten der Hexen, der Natur, sind in jeder Pflanze, in jedem Stein zu finden. Und nicht nur in einem imaginativen Himmel, von wo der einsame alte Mann mehr oder weniger wohlwollend auf uns herab schaut, wie auf einen Amweisenhaufen. Wie schaut der christliche Gott eigendlich bei Kriegen,die gibt es ja immerund überall auf der Welt. Warum verhindert er sie dann nicht? Oder qualvolles Kindersterben. Ist er nun allmächtig oder nicht? Wenn er also dieses Feld dem Teufel (im 10. Jahrhundert als Figur von Mönchen erfunden und zusammengebastelt) überlässt ist er entweder nicht allmächtig - oder selbst ein Sadist.

Die Große Göttin und ihr Gefährte stehen für die dualen Energien: weiblich - männlich, weiss und schwarz, Yin und Yang. Diese dualen Energien sind sogar im Pflanzen und auch in anderem zu finden. Z.B. trägt nur die weibliche Art des Wacholders Früchte.

Freitag, 21. November 2008

Anonyme Post für mich - nur Bibelzitate oder eine Briefbombe?


Ist für mich wirklich interessant zu sehen, was solch eine kleine Fernsehsendung bei fanatsichen Menschen anrichten kann. Am 15. November war bei dem TV-Sender 3SAT der Thementag "Hexen". In der Sendung VIVO zeigte man über mich ein TV-Portrait von knapp 5 Minuten Länge. Die Reaktionen meines Umfeldes und auch für bis dahin unbekannter Personen war sehr positiv. Nun ja, fast. Denn direkt am Sonntag darauf bekam ich eine seltsame SMS auf mein Hexen-Handy (was nicht mein privates Handy ist), die aus Bibelzitaten zusammengesetzt war. Die Grundaussage war dabei, dass man u.a. keine Götzen anbeten darf (also alles, was andere Gottheiten als der christliche Gott ist, der "keine anderen Götter neben sich duldet"), keine Zauberei betreiben darf und auch keine Zukunftsschau.

Zunächst einmal bin ich kein ängstlicher Mensch und leide auch nciht an Verfolgungswahn. Was ich hier schreibe, ist belegbar.

Ich habe gerade gestern ein anonymes Päckchen bekommen, was ich rasch weggeworfen habe - und auch erst gar nicht ganz geöffnet habe. Könnte ja auch mal eine Briefbombe von irgendwelchen fundamentalistischen Christlichen Idioten sein. Dabei sehe ich nicht Christen als Idioten, sondern nur verblendete Fanatiker, die anonyme SMS und Päckchen verschicken.

Als Web-Master muss ich ja ein Impressum angeben. Dort steht meine Adresse, aber als Name steht nur "Hexer Maran", da das auch ein offizieller Teil meines Namens ist. Z.B. auf dem Personalausweis.

Nun, nur das was in meinem Impressum steht, stand als Adresse auf dem DIN-A-5 großen Päckchen, aber kein Absender. Erst diese anonymen Bibelzitate auf mein Handy, nun eine anonyme Briefpost. Was kommt als nächstes? Von welchem verblendeten Bibelkreis? Und - wieder anonym?

Nach christliche Toleranz Andersgläubigen gegenüber schaut das jedenfalls nicht aus, weil die Zitate allesamt der christlichen Bibel entstammen.

Erst habe ich arglos und teilweise den Umschlag geöffnet, unter dem noch ein weiterer zu finden war. Dann wurde ich stutzig.

Auf den zweiten Umschlag war ein mit Computer geschriebener weißer Aufkleber. Wenn ich etwas mitzuteilen habe, würde ich einen Brief / Zettel beilegen und nciht auf einem weiteren inliegenden Briefumschlag einen Zettel drauf kleben. Ich konnte gleich lesen, das es dabei "um mein Seelenheil" ginge.

Man wolle mich nicht den "Götzen überlassen". Von jemandem (wieder anonym, wieder kein Name), der wenigstens meine Seele - wenn schon nicht meinen Körper - retten wolle.

Darunter fanden sich noch Bibel-Zitate aus dem "Brief der Korinther ... und das Blut Jesu´". Ähnliche Bibelzitate kenne ich schon, da mir schon vor Jahren auch von einem anderen zunächst anonymen Anrufer bedrohend mein Anrufbeantworter vollgequatscht wurde. Der stellte sich als katholischer Geistlicher heraus. Die Bibelzitate wenden sich gegen Weissagungen, Zauberei, Götzenanbetung (also gegen alles, was nicht der christliche Gott ist). Tenor: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

In der Post habe ich etwas hartes, rechteckiges ertasten können. Trotz Neugierde landete das seltsame, anonyme Päckchen fast ungeöffnet einem Stahlcontainer. Beängstigend sind nicht Menschen, die sich auch über Religionen kritisch austauschen wollen, sondern religiös verblendete Fanatiker, denen so ziemlich alles zu zutrauen ist. Ohne Ausnahme. Wenn ich ein reines Gewissen habe und meine Meinung vertreten will, wäre ich nicht feige, meinen Namen und die Adresse nennen. Schliesslich weiss man ja ganz gerne, mit wem man zu tun hat.

Mir kommt das vor, wie eine moderne Form der Hexenverfolgung. Wie war das mit der staatlich verbrieften Religionsfreiheit?

Für mich ist das eine neue Form der Hexenverfolgung!

Mittwoch, 19. November 2008

Seltsame SMS als Reaktion auf meinen TV-Auftritt


Ich habe gestern wegen meines Fernsehauftrittes bei 3SAT eine " kleine bekehrende Botschaft" eines christlichen Bibelkreises oder so per SMS auf mein öffentliches Handy erhalten. Netter Versuch! ;-)

Der Absender hat das per Internet (also ohne Rufnummer) auf mein Handy geschickt, nannte sich dabei "Galater 5" . Sowas ist dann wohl fundamentalistisches Christentum, das nichts dazu gelernt hat. Vor allem keine Toleranz.

Der Tenor der "Aktion" scheint mir zu sein, ich solle wohl dem Hexentum abschwören, weder Zauberei, Zukunftschau noch "Götzendienst" (also alles, was nicht an den christlichen Gott glaubt) betreiben, und als "geläuteter Christ" jeden Sonntag in der christlichen Kirche beten. Und gerade der würde ein reichliches Maß an Toleranz mehr als gut tun. Besonders, wenn man die zurückliegende Geschichte des Christentums kritisch hinterfragt.

Na, das mit dem Abschwören des Hexentums und dem Bekehrungsversuch wird wohl nichts werden !!!

;-)

Aber es bestätigt nur wieder meine Meinung zum Thema.

Wie klug wäre es doch gewesen, wenn sich das Christentum mal akzeptierend dem Hexentum gegenüber geäußert hätte. Besonders nach DER grauenhaften Geschichte, für die das Christentum verantwortlich zeichnete. Z.B. um zu zeigen, wie falsch ich mit meiner Meinung liege. Ausserdem war in dem TV-Beitrag sehr wenig von meiner Arbeit, meinem Glauben zu sehen.

Übrigens suchte man KEINEN DIALOG - Gedankenaustausch - mit mir, sondern ausschließlich Bekehrung. Man gab mir keine Handynummer zur Antwort an (nicht das ich das dringend bräuchte), auch keine Mail, meine Mail-Adresse ist überall auf meinen Seiten zu finden - und auch nicht das persönliche Gespräch. Wie feige ist das denn?

Übrigens ist das nicht die erste Aktion dieser Art. Von verschiedenen Christen, die mich anmahnen, mir drohen ... und / oder zum "richtigen Pfad" bekehren wollen. Ohne je ein Wort mit mir persönlich gesprochen zu haben und mich zu kennen. Einfach, dass ich Hexer bin reicht als Info.

Wenn ich das alles so nochmals durchlese, gefällt mir das mit den Ausschweifungen mit am besten! Ob mit den "Parteiungen" wohl die hohe Politik gemeint ist?

Es allen recht getan ist eben eine Kunst, die keiner kann!

Nun die "fromme" SMS auf meinem Handy:

"Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind:

Unzucht, Unkeuschheit, Ausschweifung, GÖTZENDIENST, ZAUBEREI, ZUKUNFTSCHAU,
Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen.

Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich euch vorher sagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden."

Na, dann halt nicht!

;-)